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Translit4 | 2020


Iris Hanika
1962 in Würzburg geboren, lebt seit Ende der 1970er Jahre in Berlin. Ihr Oeuvre umfasst eher kurze nicht-fiktionale und essayistische Texte, Arbeiten zur Psychoanalyse sowie vor allem Romane. In Hanikas Oeuvre eröffnen sich transmediale Zusammenhänge speziell zwischen Literatur, Film und Musik. So versammelt der gemeinsam mit Stefanie Flamm herausgegebene ,Kollektivroman‘ „Berlin im Licht. 24 Stunden Webcam“ (Suhrkamp 2003) einzelne Beiträge der Kolumne „Webcam“ der Berliner Seiten der FAZ, um einen Tag in Berlin zu erzählen, wobei sich dies Erzählen den medialen Konditionen und Eigenheiten des präzise beobachtenden Kameraauges anschmiegt, um im Modus der ,Momentaufnahme‘ kontingenter Ereignisse ein Panorama des gewöhnlichen Lebens in der Metropole zu entwerfen. „Musik für Flughäfen“ (Suhrkamp 2005) nimmt schon im Titel Brian Enos „Music for Airports“ (1978) auf. „Tanzen auf Beton“ (Droschl 2012) enthält neben anderen Räsonnements über Musik und Tanz einen Essay über Heavy Metal und setzt den Liebesdiskurs in Beziehung zum Musikdiskurs: „Wie man auch, wenn man Musik hört, jenseits der Sprache ist, also nicht in der Sprache“ (Iris Hanika). Immer wieder spielen Hanikas Romane mit medialen Übergängen in Form von „Musik-Einlagen“, mit Inseraten von Lied- oder Songtexten, die die literarische Prosa aufbrechen und etwas zur Sprache bringen wollen, was „jenseits der Sprache ist“.

Voraussichtliche Termine:
Mi  20.5.20 – Poetikvorlesung
Mi  27.5.20, 18h (Gespräch/Diskussion)
Mi  10.6.20, 18h (Gespräch/Diskussion)
Do 18.6.20, 18h (Gespräch/Diskussion)
Fr  19.6.20 (ganztägig, Begleitseminar mit Schreibwerkstatt)